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Mauerort Flutgraben

Am Flutgraben verläuft seit 1920 die Grenze zwischen Treptow
und Kreuzberg. Nach 1945 geriet diese Verwaltungsgrenze zur Systemgrenze zwischen Ost und West. Am 13. August 1961
wurde sie von der DDR-Regierung abgeriegelt und auf Ost-
Berliner Seite nach und nach weiträumig abgeschirmt.
Dennoch behielten auf dem Areal zwischen Flutgraben,
Eichenstraße, Spree und Puschkinallee, heute Sitz der Arena
Berlin
, ein Busbetriebshof und eine Reparaturwerkstatt für
Omnibusse und LKWs ihren Standort. Als so genannte
Grenzbetriebe wurden sie rundum abgeschottet und streng
bewacht.

Das am Treptower Flutgraben-Ufer gelegene Werkstattgebäude,
das Alfred Warthmüller 1928 als Stahlskelettbau errichtete, steht
direkt auf der Grenzlinie, die Berlin zu Mauerzeiten teilte.
Heute dient es dem Verein Flutgraben e.V. als Atelierhaus.
Nach wie vor sind im und am Gebäude Spuren des DDR-
Grenzregimes sichtbar. Auch in der Umgebung finden sich noch Relikte der Berliner Mauer, darunter der Wachturm im
Schlesischen Busch
und ein Betonsteg, der zwischen Arena-
Gelände und Osthafen in
der Spree liegt.

Grenzstreifen vor dem Werkstattgebäude am Flutgraben, März 1990 Foto: Falk Blask